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Ljubljana und Höhlen – 4-Tage-Reiseroute

Ljubljana und Höhlen – 4-Tage-Reiseroute

Ljubljana: Postojna Cave and Predjama Castle tour

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Zwei Höhlensysteme, eine Hauptstadt, vier Tage

Slowenien ist eines der bedeutendsten Karstländer der Welt — das Wort „Karst” selbst kommt vom slowenischen Wort für das Kalksteinplateau südlich von Ljubljana. Unter diesem Plateau liegen Tausende von Höhlen, und zwei davon sind weltklasse Reiseziele für sich: Postojna-Höhle (die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Sloweniens, mit Untergrundeisenbahnlinien und riesigen Stalaktitenräumen) und Škocjan-Höhlen (ein UNESCO-Welterbe mit einem der größten unterirdischen Canyons der Welt).

Beide Höhlen mit zwei Tagen in Ljubljana zu kombinieren ergibt eine völlig logische Vier-Tage-Reiseroute für jeden Besucher, der kein Auto mieten möchte. Beide Höhlen sind leicht ab Ljubljana auf organisierten Tagesausflügen erreichbar, und beide sind dramatisch verschieden voneinander — beide auf derselben Reise zu besuchen gibt ein vollständiges Bild dessen, was Karstgeologie auf ihrem spektakulärsten Stand produziert.


Tag 1 — Ljubljana: Ankunft und erste Eindrücke

Am Ljublaner Flughafen ankommen und den Markun- oder Goopti-Shuttle (4 EUR, 50 Min.) ins Stadtzentrum nehmen. In der Nähe des Prešeren-Platzes einchecken — die Altstadt ist von dort vollständig zu Fuß erreichbar.

Ljubljana am frühen Abend ist an seinem reizvollsten: die Dreifache Brücke, die Flusscafé-Terrassen, die Drachenbrücke und die Burg auf dem Hügel darüber. Vom Busbahnhof zur Altstadt über die Hauptstraße Slovenska cesta gehen (20 Min.) für eine erste Orientierung.

Abendessen bei Gostilna Šestica (seit 1776, traditionell slowenisch, 15–20 EUR für ein Hauptgericht) oder Pri Škofu (ähnlicher Preis, ausgezeichneter Wildeintopf im Herbst/Winter).


Tag 2 — Ljubljana vollständig erkundet

Den ganzen Tag für Ljubljanas wesentliche Sehenswürdigkeiten und die Esskultur nutzen, die die Stadt mehr als nur ein Eingangstor macht.

Morgens: der Flussufermarkt (täglich außer sonntags geöffnet, am besten freitags). Honig, Käse und lokale Produkte für das Frühstück kaufen, am Ljubljanica-Flusswall gegessen. Dann den Plečnik-Architektur-Rundweg gehen — Dreifache Brücke, Markthalle, National- und Universitätsbibliothek (nach einem Besuch des Lesesaals fragen), Schustergasse. Das dauert 2–3 Stunden und deckt das unverwechselbarste architektonische Erbe der Stadt ab.

Ein privater Altstadtrundgang durch Ljubljanas historische Altstadt läuft 2–2,5 Stunden mit einem lokalen Führer und deckt Plečniks Vermächtnis, die römischen Ursprünge Emonas, die habsburgische Ära und die jugoslawische Periode ab — vier Geschichtsschichten überlagert auf eine Stadt, die täuschend einfach aussieht.

Nachmittags: Burg Ljubljana (Standseilbahn 4 EUR hin und zurück, Terrassenblick kostenlos) und dann südwärts nach Trnovo — das Studentenviertel, wo die zweite Cafékultur der Stadt lebt.

Die Ljubljana-Food-Tour mit 10 lokalen Verkostungen — wenn man das lieber als Abendaktivität möchte, läuft die Tour manchmal in Nachmittagsslots.


Tag 3 — Postojna-Höhle und Predjama-Schloss

Einem Tagesausflug zur Postojna-Höhle und Predjama-Schloss ab Ljubljana anschließen.

Der Postojna-Höhle- und Predjama-Schloss-Tagesausflug ab Ljubljana fährt morgens ab, umfasst alle Transport- und Eintrittspreis und kehrt bis frühem Abend nach Ljubljana zurück. Der Tourpreis (rund 75–85 EUR) ist günstig verglichen mit unabhängiger Buchung von Höhleneintritt (29 EUR), Schlosseintritt (18 EUR) und Transport.

Postojna-Höhle selbst: die elektrische Untergrundeisenbahnlinie fährt 2 km in den Berg, dann führt ein 1,5-stündiger geführter Spaziergang durch Räume, die mit Hunderttausenden von Stalaktiten behangen sind. Die Höhle hat das ganze Jahr 10 °C — eine leichte Jacke mitbringen. Der berühmte Grottenolm (Proteus anguinus, der Höhlensalamander, manchmal „menschlicher Fisch” genannt) lebt in den Höhlenflüssen und kann gelegentlich im dedizierten Becken nahe dem Ausgang gesehen werden.

Predjama-Schloss (9 km von Postojna) ist in den Mund einer Höhle in einer 123-m-Kliffwand gebaut — eines der fotografisch überzeugendsten Gebäude in Mitteleuropa. Das Innere erzählt die Geschichte von Erazem Lueger, einem Ritter des 15. Jahrhunderts, der das Schloss über ein Jahr lang gegen die habsburgische Belagerung hielt. Schlosseintritt 18 EUR (oder Kombi-Ticket mit Postojna).


Tag 4 — Škocjan-Höhlen und möglicher Küstenumweg

Der zweite Höhlentag ist grundsätzlich anders als der erste. Škocjan-Höhlen ist ein UNESCO-Welterbe, das Geologen und Höhlenexperten konsequent zu den beeindruckendsten Höhlensystemen der Erde zählen.

Das Unterscheidungsmerkmal: Postojna ist eine geschmückte Galerie (Zehntausende Stalaktiten und Stalagmiten, schön beleuchtet). Škocjan ist ein wilder unterirdischer Canyon — der Reka-Fluss verschwindet unterirdisch und schneidet durch eine Schlucht mit 165-m-Deckenhöhen, alten Steinbrücken und riesigen dunklen Kammern. Es ist lauter, dramatischer und physisch anspruchsvoller als Postojna (der Weg umfasst Treppen und eine Überquerung über die Flussschlucht).

Der Škocjan-Höhlen-Tagesausflug ab Ljubljana fährt morgens aus Ljubljana ab, kommt rechtzeitig in Škocjan für eine Führung an (Touren laufen stündlich, 18 EUR, Gruppen auf 65 begrenzt) und kehrt nachmittags nach Ljubljana zurück.

Der kombinierte Škocjan-Höhlen-und-Piran-Tagesausflug ab Ljubljana fügt die venezianische Küstenstadt zum Höhlenbesuch hinzu — ein voller und abwechslungsreicher Tag.

Für die letzte Nacht nach Ljubljana zurückkehren.


Höhlenvergleich: Postojna vs. Škocjan

Ehrliche Empfehlung: Škocjan ist das außergewöhnlichere geologische Erlebnis; Postojna ist zugänglicher und hat bessere Besucherinfrastruktur. Wer nur eine machen kann und auf Treppen und in engen Räumen bequem ist, hat mit Škocjan den besseren Griff. Wer mit Kindern oder weniger mobilen Begleitern reist, trifft mit Postojna die richtige Wahl.

Warum beide Höhlen?

Postojna-Höhle ist ein Erlebnis der Fülle: 27 km kartierte Passagen, eine 2-km-Untergrundeisenbahnlinie, Kammern mit einer Dichte von Stalaktiten und Stalagmiten, die fast überwältigend ist. Škocjan-Höhlen sind ein Ehrfurcht-Erlebnis: ein wilder unterirdischer Canyon mit einer Decke 165 m über dem tosenden Reka-Fluss, alten Steinbrücken und dem Gefühl, irgendwo wirklich Extremem zu sein. Die zwei Höhlen zusammen geben ein vollständiges Bild dessen, was Karstgeologie auf ihrem dramatischsten Stand produziert.

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